Liebscher & Bracht Schmerztherapie

Wie funktioniert die Therapie nach Liebscher & Bracht?

Die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht ist eine eigenständige manualtherapeutische Behandlungsmethode, die auf den Erkenntnissen von Roland Liebscher-Bracht und seiner Frau Dr. med. Petra Bracht basiert. Sie führt die meisten Schmerz-Zustände auf überspannte Muskeln und Faszien zurück, die durch mangelhafte oder einseitige Bewegung entstehen.

An dieser Ursache setzt die Therapie an und baut die Überspannungen in wenigen Behandlungen ab.

Schmerzfrei ohne Operation und ohne Medikamente!

Behandlungsablauf

1. Anamnese – gemeinsames Gespräch

Ihre Vorgeschichte: Unter welchen Schmerzen leiden Sie? Welcher Schmerz quält Sie am meisten? In welcher Position oder bei welcher Belastung spüren Sie ihn am deutlichsten? Wir definieren diesen Schmerzzustand als 100%.

2. Osteopressur = Therapeutenarbeit

Ursachen vieler Schmerzen sind durch Mangel an Bewegung  sowie einseitiger Bewegung fehlprogrammierte Muskelzustände. Diese fehlprogrammierten Informationen dient der Muskulatur als „die neue Wahrheit“ und wird so abgespeichert.  Durch die am Knochen ausgeführte Osteopressur werden fehlprogammierte Muskelzustände und Spannungen gelöscht, so dass eine Neuprogrammierung stattfinden kann.

Wenn es sich um einen muskulär-faszialen Schmerz handelt, werden die Schmerzen oft bereits nach 1. Behandlung drastisch reduziert. Oft sind nur 3-5 Behandlungen nötig um den Schmerz zu beseitigen.

3. Engpassdehnungen und Faszienrollmassage = Patientenarbeit

Die zum Schmerzbild passenden Engpassdehnungen sowie Faszienrollmassagen werden in der Praxis gemeinsam eingeübt.

Damit ein nachhaltiger Effekt stattfindet, müssen diese Übungen regelmässig Zuhause durchgeführt werden. Damit übergibt der Therapeut dem Klient die Eigenverantwortung.

Gründe für die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht:

  • Kann bei über 90 % aller Schmerzen helfen.
  • Wirkt ohne Medikamente und Operationen.
  • Völlig natürliche und ursächliche Behandlung der Schmerzen.
  • Kann auch helfen, wenn Arthrose und Bandscheibenschäden bereits vorliegen.
  • Sogar “austherapierte” Schmerzen könne erfolgreich behandelt werden.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: nach der Behandlung erhalten Sie Ihr individuelles Übungsprogramm für Zuhause.

Wie entstehen Schmerzen nach Liebscher & Bracht?

Das Bewegungssystem unseres Körpers bietet uns von Natur aus die Möglichkeit, 100 Prozent unserer Gelenkwinkel zu nutzen. Die meisten Menschen setzen in ihrem Alltag allerdings nur etwa 10 Prozent davon ein! Das liegt vor allem daran, dass moderne Lebens- und Arbeitswelten stark durch sitzende oder einseitig belastende, routinierte Tätigkeiten geprägt sind.

Jedes Mal, wenn ein Gelenk gestreckt oder gebeugt wird, ziehen sich Muskelpartien und die umliegenden Faszien zusammen (Agonist), während andere nachgeben und gedehnt werden (Antagonist). Wenn wir aber nur noch etwa 10 Prozent der Bewegungsmöglichkeiten unseres Körpers ausschöpfen, werden unsere Muskeln und Faszien nicht mehr regelmäßig in vollem Umfang gedehnt und so mit der Zeit immer unnachgiebiger und kürzer. Um diese Verkürzung auszugleichen, baut der Körper eine über das normale Maß hinausgehende Gegenspannung auf. Diese überhöhte muskulär-fasziale Spannung bewirken, dass Gelenkflächen und Wirbelkörper so stark aufeinanderpresst werden, dass Verschleiß an Knorpel, Bandscheiben und Knochen entsteht.

Überall in den Körpergeweben sitzen Rezeptoren, die Zug- und Druckspannungen sowie Geschwindigkeiten messen und an das Gehirn weiterleiten. Berechnet das Hirn aus diesen Informationen einen Verschleiss der Gelenke oder Wirbelsäule, der größer ist als die Reparaturfähigkeit des Körpers, schaltet das Gehirn einen Schmerz in dem entsprechenden Körperbereich, um die schädigende Bewegung zu verhindern. Dadurch wird der Betroffene auf die drohende Arthrose oder Bandscheibenschädigung aufmerksam – der Schmerz alarmiert ihn sozusagen. Liebscher & Bracht bezeichnen diesen Schmerz daher als „Alarmschmerz“. Unser Körper alarmiert uns also, nicht so weiterzumachen wie bisher, um den Verschleiß der Struktur zu stoppen.

Die wichtigste Erkenntnis: Schmerzen existieren meist unabhängig von den Schädigungen und können daher auch trotz Schädigung „abgestellt“ werden.